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Ein starker
Partner

VNG – stark, eigenständig und verwurzelt

Die VNG AG mit Hauptsitz in Leipzig ist ein Unternehmensverbund mit mehr als 20 Gesellschaften, einem breitem Leistungsportfolio in Gas und Infrastruktur sowie mehr als 60 Jahren Erfahrung im Energiemarkt. Der Konzern hat seine Gaskompetenz mit deutschen und europäischen Unternehmen und Beteiligungen nahezu entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgestellt. Seine Geschäftsaktivitäten bündelt VNG in den vier Geschäftsbereichen Handel & Vertrieb, Transport, Speicher und Biogas. Mit rund 1200 Mitarbeitern ist VNG zudem ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Mit der Strategie „VNG 2030+“ richtet VNG zunehmend den Fokus auf neue Geschäftsfelder. Dazu zählen unter anderem grüne Gase und digitale Infrastruktur.

Die VNG-Tochter ONTRAS Gastransport GmbH ist ein unabhängiger Fernleitungsnetzbetreiber im europäischen Gastransportsystem mit Sitz in Leipzig. Für den reibungslosen Erdgastransport der Kunden betreibt ONTRAS Deutschlands zweitlängstes Ferngasnetz mit ca. 7.500 Kilometern Leitungslänge und rund 450 Netzkopplungspunkten. Dabei vereint das Unternehmen als verlässlicher Partner die Interessen von Transportkunden, Händlern, regionalen Netzbetreibern und Erzeugern regenerativer Gase. An das ONTRAS-Netz angeschlossen sind 22 Biogasanlagen, die jährlich knapp 20 Prozent des deutschlandweit erzeugten Bioerdgases einspeisen. Zudem speisen zwei Power-to-Gas-Anlagen Wasserstoff und synthetisches Methan in das Netz des Fernleitungsnetzbetreibers.

Mit 2,2 Milliarden Kubikmetern nutzbarer Kapazität ist VNG außerdem einer der großen Betreiber von Gasspeichern in Deutschland. Mit seinen Speicherdienstleistungen bietet das Unternehmen Spielraum für den effizienten Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Damit unterstützt VNG die Versorgungssicherheit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit ihrer Kunden. Speicherkapazitäten stehen auch Dritten zur Verfügung. VNG ist im Osten Deutschlands verwurzelt, nutzt aber im Rahmen von Handelsaktivitäten, Beteiligungen und Kooperationen zunehmend Chancen in ganz Deutschland und das Potenzial der Märkte in Europa.

Die internationalen Absatzmärkte sind: Polen, Österreich, Tschechien, Italien und Luxemburg. Mit zuverlässigen und flexiblen Lieferangeboten bietet VNG in- und ausländischen Kunden sehr vielfältige Möglichkeiten für die bedarfsgerechte und wettbewerbsorientierte Gasbeschaffung. Kunden der VNG sind Industriebetriebe, Kraftwerke, Gashändler und Gastransporteure, in- und ausländische Stadtwerke sowie regionale Versorgungsunternehmen.

Im Frühjahr 1990 war VNG aus dem ökonomisch nicht überlebensfähigen DDR-Gaskombinat „Schwarze Pumpe“ mit einem klugen Schachzug als „VEB Verbundnetz Gas“ herausgelöst worden. Zwei Tage vor Inkrafttreten der Wirtschafts- und Währungsunion der damals noch zwei deutschen Staaten wurde sie in die „Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft“ umgewandelt und hat sich seitdem wie kein anderes großes Unternehmen aus der Zeit der sozialistischen Planwirtschaft in der Sozialen Marktwirtschaft behauptet. +

Erdgas-Glossar

Hier erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Erdgas. Ist Ihnen bekannt, dass Erdgas der sauberste unter den fossilen Brennstoffen ist und die weltweiten Erdgasreserven noch einige hundert Jahre reichen? Wussten Sie, dass die VNG, bei der die VUB zweitgrößter Aktionär ist, das zweitgrößte Erdgasnetz besitzt und einer der großen deutschen Speicherbetreiber ist?

Bio-Erdgas

Dabei handelt es sich um ein Gas, dass durch Gärung und Fäulnis organischer Stoffe (Biomüll, Klärschlamm, Speiseresten, Gülle oder Energiepflanzen) erzeugt wird. Es ist ein unter speziellen Bedingungen in einer Biogasanlage erzeugtes Gas, das mithilfe spezieller Verfahren die Qualität von Erdgas erreicht. Die Brenneigenschaften von Bio-Erdgas und Erdgas sind identisch.

CNG

CNG (compressed natural gas) ist ein verdichtetes Erdgas. Es wird beispielsweise in speziellen Druckgasbehältern in Autos, die Erdgas als Kraftstoff verwenden, bei ca. 200 bar Druck gespeichert.

CO2-Bilanz

Kohlendioxid (CO2) ist ein farbloses, nicht brennbares Gas und ein natürlicher Bestandteil der Luft. Pflanzen benötigen es für ihr Wachstum und bilden daraus Sauerstoff (Photosynthese). Das Gas entsteht durch natürliche Vergärungs- und Verrottungsprozesse und tritt an gewissen Stellen aus dem Boden aus, entsteht aber auch bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Nach Expertenmeinung hat die starke Zunahme der CO2-Emissionen einen erheblichen Einfluss auf die globale Erwärmung bzw. das Klima (Treibhauseffekt).

Die CO2-Bilanz beschreibt zum Beispiel den Anteil des Treibhausgases CO2 pro erzeugter Energie. Von allen „fossilen Energieträgern“ hat Erdgas die beste CO2-Bilanz (Umweltbundesamt 2009: ca. 0,4 kg/Kwhel bei der öffentlichen Stromerzeugung).

Erdgas-Speicher

Bei der Erdgasspeicherung wird Erdgas – der Name sagt es bereits – in spezielle Speicher eingespeist. In den in warmen Monaten ist der Gasbedarf niedriger, dann werden die Speicher befüllt. Bei Bedarf, zum Beispiel im Winter, kann das gespeicherte Erdgas wieder in das Versorgungsnetz zurückgeführt werden. Dies machen Gasversorger, um eine zuverlässige Erdgasversorgung zu sichern.

Für die Speicherung lassen sich oberirdische Gasbehälter nur kurzzeitig nutzen. Für eine längerfristige Speicherung ist die Lagerung in unterirdisch verlegten Rohren oder in ausgedienten Erdgaslagerstätten sowie Ölfeldern geeigneter. Mittels Druck wird das Erdgas in die Erdschichten gepresst. Bei den Kavernenspeichern wird das Erdgas in Salzstöcken, die eine Tiefe von bis zu 2.000 Metern erreichen, gelagert. Die Salzstöcke werden dabei durch die Einleitung von Süßwasser ausgesolt (Lösung des Salzes und die Entnahme diese Salzwassers (Sole). In den entstehenden Hohlräumen wird das Erdgas gespeichert.

In Deutschland gibt es derzeit 47 Untertagespeicher mit einem Gesamtvolumen vom mehr als 20 Milliarden Kubikmetern. Die VNG zählt zu den größten Speicherbetreibern Deutschlands und verfügt über vier Speicheranlagen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einem Fassungsvermögen von 2,6 Milliarden Kubikmetern. Zurzeit erweitert die VNG ihre Kapazitäten und errichtet zwei neue Kavernenspeicher an den Standorten Etzel und Jemgum (beide in Niedersachsen).

Erdgas, konventionelles / „Natural Gas“

Bei Erdgas handelt es sich um einen so genannten „fossilen Energieträger“. Dieser besteht hauptsächlich aus hochentzündlichem Methan und ist vor allem in unterirdischen Lagerstätten zu finden, die sich oft in mehreren tausend Meter Tiefe unter der Erdoberfläche oder dem Meeresgrund befinden. Zurzeit sind Vorkommen bis zu einer Tiefe von 7000 Metern bekannt. In diesen Erdgasfeldern aus porösen Gesteinsschichten steht das Gas je nach Tiefe unter einem Druck von bis zu 300 bar. Genauso wie Erdöl ist dessen „Vetter“ Erdgas vor vielen Millionen Jahren aus abgestorbenen Organismen endstanden. Daher findet man Erdgas auch zumeist im Zusammenhang mit Erdölfeldern.

Mit der Zeit ist Erdgas durch Risse und Poren in den Gesteinsschichten nach oben gewandert. Traf es auf eine natürliche Barriere, z.B. eine Aufwölbung gasdichter Schichten, konnte sich eine Gaslagerstätte bilden. Über Bohrungen wird das Gas aus diesen Lagerstätten an die Erde gebracht. An der Erdoberfläche wird das Gas gereinigt und getrocknet und gelangt anschließend über Pipelinesysteme oder mit speziellen Schiffen bis zum Endverbraucher.

Genutzt wird Erdgas vor allem für die Gebäudebeheizung, als Treibstoff und zur Stromerzeugung. Das geschieht durch Verbrennung. Von allen fossilen Energieträgern weist es hierbei die günstigste CO2-Bilanz auf.

Experten sind sich wegen des weltweiten Erdgasvorkommens nicht ganz einig. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die bekannten Vorräte bei gleichbleibender Nutzung in 50-70 Jahren erschöpft sind.

Erdgasfeld Erdgasreserven

Bezeichnet ein bestimmtes Gebiet, in dem ein Erdgasvorkommen liegt.

Man glaubt es kaum: Die weltweiten Gasreserven sind reichlich. Nach Expertenmeinung reichen diese noch mehrere hundert Jahre. Vor allem im Bereich der so genannten „unkonventionellen Erdgasförderung“ existieren vielversprechende Voraussagen mit einer positiven Prognose: Angaben der BGR zufolge übersteigt das Potenzial an nicht-konventionellem Erdgas um eine Vielfaches den bekannten Vorrat an „natural gas“.

Im Bereich des „konventionellen Erdgases“ verfügen Russland und der Mittlere Osten über die meisten Reserven. Aussagen zufolge liegen die weltweiten Reserven bei etwa 192 Milliarden Kubikmeter (2009), was je nach Verbrauch noch für 60 bis 80 Jahre reichen soll. Das weltweite verbleibende Gesamtpotenzial (Ressourcen und Reserven) des so genannten konventionellen Erdgases wird auf etwa 432 Milliarden Kubikmeter taxiert.

Die europäische Kommission rechnet mit einer Expansion des EU-Gasmarktes, dessen Wachstum in den nächsten 20 Jahren anhalten wird. Bis 2030 wird sich die weltweite Gasproduktion voraussichtlich verdoppeln. Angaben der EU-Kommission zufolge steigt der Gaspreis bis zum Jahr 2030 auf 25 bis 33 Euro pro Barrel an.

Wasserstoff (Farbenlehre)

Grün, blau, grau oder türkis: Je seinem nach Ursprung trägt Wasserstoff unterschiedliche Namen. Obwohl Wasserstoff stets farbloses Gas ist, geben Farben in der Bezeichnung Auskunft über die Art der Produktion.

Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser hergestellt, wobei für die Elektrolyse ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommt. Unabhängig von der gewählten Elektrolysetechnologie erfolgt die Produktion von Wasserstoff CO2-frei, da der eingesetzte Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen stammt und damit CO2-frei ist.

Grauer Wasserstoff wird aus fossilen Brennstoffen gewonnen. In der Regel wird bei der Herstellung Erdgas unter Hitze in Wasserstoff und CO2 umgewandelt (Dampfreformierung). Das CO2 wird anschließend ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben und verstärkt so den globalen Treibhauseffekt: Bei der Produktion einer Tonne Wasserstoff entstehen rund 10 Tonnen CO2.

Blauer Wasserstoff ist grauer Wasserstoff, dessen CO2 bei der Entstehung jedoch abgeschieden und gespeichert wird (engl. Carbon Capture and Storage, CCS). Das bei der Wasserstoffproduktion erzeugte CO2 gelangt so nicht in die Atmosphäre und die Wasserstoffproduktion kann bilanziell als CO2-neutral betrachtet werden.

Türkiser Wasserstoff ist Wasserstoff, der über die thermische Spaltung von Methan (Methanpyrolyse) hergestellt wurde. Anstelle von CO2 entsteht dabei fester Kohlenstoff. Voraussetzungen für die CO2-Neutralität des Verfahrens sind die Wärmeversorgung des Hochtemperaturreaktors aus erneuerbaren Energiequellen, sowie die dauerhafte Bindung des Kohlenstoffs.

Power-to-Gas

Der Begriff Power-to-Gas steht für ein Konzept, bei dem überschüssiger Strom dazu verwendet wird, per Wasserelektrolyse Wasserstoff zu produzieren und bei Bedarf in einem zweiten Schritt unter Verwendung von Kohlenstoffdioxid (CO 2) in synthetisches Methan umzuwandeln.

LNG (verflüssigtes Erdgas)

Um Erdgas mit Schiffen etc. transportieren zu können wird es auf −160 °C abgekühlt, damit es sich verflüssigt und sein Volumen um das 600fache verringert. So lässt es sich als LNG (Liquid natural gas / Flüssigerdgas) in speziellen Flüssiggastankern über die Ozeane transportieren. Zurzeit sind weltweit etwa 200 LNG-Tanker im Einsatz.

Pipelines / Rohrleitungen

Ein Großteil des Erdgases wird in (zum Teil unterirdischen) Fern- bzw. Rohrleitungen, so genannten „Pipelines“, über tausende von Kilometern transportiert. In bestimmten Abständen befinden sich Kompressorstationen, die für neuen Druck sorgen.

Die VNG-Tochter ONTRAS Gastransport GmbH betreibt das zweitgrößte Ferngasnetz von mehr als 7.500 Kilometern Länge.

Reserven

Reserven sind die bekannten, nachgewiesenen, sicher verfügbaren und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbaren in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen.

Ressourcen

Neben den Reserven ist oft von Energie-Ressourcen die Rede: Das sind nachgewiesene sowie vermutete Erdgas- bzw. Erdölvorräte, die zurzeit aus technologischen bzw. ökonomischen Gründen noch nicht gewinnbar sind.

Transport

Das geförderte Erdgas wird vor allem via Pipelines in die entsprechenden Regionen befördert. Der Transport von LNG (also verflüssigtem Erdgas) spielt eine geringere Rolle, nimmt aber an Bedeutung zu.

Unkonventionelles Erdgas

Bei der „konventionellen“ Erdgasförderung werden große Gasblasen unter der Erde oder dem Meeresboden angebohrt und so zur Erde gefördert. Die „unkonventionelle“ Erdgasförderung setzt auf die Gewinnung aus verschiedenen Materialien: In Kohlegasvorkommen ist Methangas in den Poren eines Kohleflözes gespeichert, „Tight-Gas“-Vorkommen sind gasgefüllte Poren in festen Gesteinen, bei „Shale-Gas“-Vorkommen handelt es sich um gasgefüllte Poren in Schieferschichten. Darüber hinaus werden auch Gashydrate tief im Meer oder Grubengase als „unkonventionelles Gas“ klassifiziert.

Innerhalb Europas findet sich das „unkonventionelle Erdgas“ zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Polen, Schweden, Rumänien, Ungarn und die Ukraine. Erschlossen werden diese Vorkommen vor allem durch Horizontalbohrungen und Fracing. Größter Produzent von nichtkonventionellem Erdgas sind die USA. Das hat sie mittlerweile zum weltweit wichtigsten Erdgasproduzenten – noch vor Russland – werden lassen.

Hinsichtlich der Vorräte sind sich Fachleute unschlüssig. Man geht aber davon aus, dass diese die Reserven und Ressourcen an „konventionellem“ Erdgas um ein Mehrfaches übertreffen. Mittlerweile kommt mehr als die Hälfte des in den USA geförderten Erdgases aus „unkonventioneller Förderung“, hier vor allem als Schiefergas.

Quellen: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), erdgas.info, Umweltbundesamt, VNG, VUB, Wikipedia