Oliver Brünnich (Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Rostock AG)

Stadtwerke Rostock AG

500 Millionen Euro gingen seit 1990 in die Modernisierung der Rostocker Energie-Infrastruktur.

Rostock

Im Juli 2010 feierte die Stadtwerke Rostock Aktiengesellschaft ihr 20-jähriges Jubiläum. Damals, im Sommer 1990, war es das Ziel der ersten frei gewählten Bürgerschaft in der Stadt, ein eigenes kommunales Stadtwerk für den Bereich der Energiedienstleistungen zu gründen und zu entwickeln. Den Stadtwerken ging es darum, schnell die notwendigen Strukturen für eine sichere und nachhaltige Versorgung ihrer Kunden zu schaffen. Die Stadtwerke Rostock AG trug damit aktiv dazu bei, die Energiewirtschaft in den neuen Bundesländern von Beginn an neu aufzubauen.

Die Stadtwerke Rostock AG ist heute ein in Mecklenburg-Vorpommern bekanntes Unternehmen, das sich im stark entwickelten Energie-Wettbewerb gut behauptet hat. Seit ihrer Gründung haben die Stadtwerke ca. 500 Millionen Euro in die Modernisierung der entsprechenden Infrastruktur investiert. Besondere Meilensteine waren die Umstellung auf Erdgasversorgung oder der Bau des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks. Mit der Übernahme der städtischen Stromversorgung vor zehn Jahren und dem Eintritt in den liberalisierten Strommarkt kamen neue Geschäftsfelder hinzu. Durch die Einführung des umweltfreundlichen OSTSEE-STROMS konnten die Stadtwerke ihre Marktführerschaft besonders im Haushaltskundensegment weiter ausbauen. Gegenwärtig beliefern die Stadtwerke Rostock rund 95.000 Kunden mit Strom und 46.000 Kunden mit Erdgas. Die Städte Rostock, Bad Doberan, Kühlungsborn und Graal-Müritz werden darüber hinaus mit Fernwärme beliefert. Allein in der Hansestadt Rostock sind dies zwei Drittel aller Wohnungen.

Aufbauend auf Kompetenz und regionaler Nähe zum Kunden, bestehen für die Bereiche Strom und Gas auch angesichts des zunehmenden Wettbewerbs auf den Energiemärkten gute Erfolgsaussichten, die herausragende Position in der Region zu halten. In der Gestaltung der zentralen Fernwärmeerzeugungsanlagen und der mehrheitlichen Realisierung der Produktion in Kraft-Wärme-Kopplung werden weitere Möglichkeiten gesehen, langfristig erfolgreich auf dem heimischen Wärmemarkt zu agieren.

Schon heute realisieren die Stadtwerke Rostock AG ihre Produktion mit einem CO2-effizienten Erzeugerpark. Die angestrebte weitere Etablierung auf dem Wärmemarkt soll entsprechend durch die konsequente Umgestaltung der Erzeugerstruktur der dezentralen Heiznetze in Richtung erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung fortgesetzt werden. In der Hansestadt überzeugen die Stadtwerke durch kompetente Beratung und sicheren Service vor Ort. Dazu trägt auch das „Haus der Stadtwerke“ bei, das dem wachsenden Beratungsbedarf rund um Energieprodukte und Technik mit fachkundigen Beratern und vielfältigen Ausstellungen Rechnung trägt.

Nicht mehr wegzudenken ist auch das Engagement der Stadtwerke im sozialen, sportlichen und kulturellen Bereich. Dazu gehört auch die Förderung von Kleinstprojekten, die ebenfalls dem Wohl der Stadt und ihrer Menschen dient und mithilft, die Lebensqualität weiter zu erhöhen. +