Sleipner Plattform (Norwegen)

Unser Ziel: Eine starke, eigenständige VNG

Die Menschen in den Städten des 21. Jahrhunderts brauchen so viel Energie wie nie zuvor. Das Leben in den Haushalten ist auf Wärme, Licht und Strom angewiesen. Heizungen, Computer, Unterhaltungs- und Arbeitsgeräte sind unverzichtbare Bestandteile des Alltags. Die Unternehmen in den Städten sind nur global wettbewerbs- und damit überlebensfähig, wenn ihre Ausgaben für Energie wettbewerbsfähig und berechenbar sind. Und deshalb ist die Zuverlässigkeit der Versorgung mit Energie eine der wichtigsten Aufgaben der Kommunen im Rahmen der Daseinsvorsorge für die Bürger. Zugleich gehören die umweltfreundliche Gewinnung von Energie und der verantwortungsvolle und schonende Umgang mit Ressourcen weltweit zu den wichtigsten politischen Zielen. Ebenso weltweit sind die Städte und Gemeinden im Fokus, wenn es um die Erreichung dieser Ziele geht. Sie haben entscheidenden Anteil daran, ob der Klimaschutz gelingen wird.

Die VUB sieht sich als der kommunale Aktionär der Leipziger VNG in doppelter Verantwortung für die Daseinsvorsorge der Bürger. Sie bündelt die Anteile von acht ostdeutschen Städten an der VNG als dem drittgrößten Gasversorger Deutschlands. Zugleich sind diese acht Städte über ihre Stadtwerke als Gasabnehmer Kunden der VNG und Lieferanten an die Endverbraucher.

Als verantwortungsbewusste Aktionäre verstehen sich die VUB und ihre Gesellschafter als treibende Kraft bei der VNG. Sie soll ihre Eigenständigkeit als hiesiges regionales Energieversorgungsunternehmen auf Dauer sichern und als starker Wettbewerber im deutschen und europäischen Gasmarkt auftreten. Eigenständigkeit bedeutet, dass nicht nur ein Sitz, sondern die Entscheidungszentrale dauerhaft in der Region bleibt. Die VNG soll ihre Verwurzelung behalten und dennoch ihren Erfolg auch auf Märkten außerhalb der Region suchen. Dafür steht die VUB.

Die VUB unterstützt die strategische Entscheidung der VNG, ihre Kerngeschäftsfelder Erdgasimport, Erdgasgroßhandel, Erdgastransport, Erdgasspeicherung und Erdgasdienstleistungen um weitere Geschäftsaktivitäten zu ergänzen. Das Unternehmen wird in Zukunft entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Gaswirtschaft agieren. Die Exploration von Erdgas war bereits erfolgreich. Schon bald wird die VNG eigenes Erdgas in Norwegen produzieren. Sie stellt sich auf eigene Beine, indem sie eigenes Gas fördert, und sie stellt sich auf mehrere Beine, indem sie ihre Gas-Importquellen diversifiziert. Schon jetzt kommt das Gas überwiegend aus norwegischen, russischen und inländischen Quellen. Diese Diversifikation bedeutet eine hohe Versorgungssicherheit und erhöht die Chance, dass auch langfristig Gas zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung steht – ein zentrales kommunales Interesse.

Der Hauptabsatzmarkt der VNG ist Deutschland, das Hauptaugenmerk die Sicherung und Stärkung der heimischen Wettbewerbsposition. Aber das Unternehmen hat längst Märkte im Ausland erschlossen und setzt dort bereits mehr als zehn Prozent seiner Erdgasmenge ab. Auch das ist im Interesse der Kommunen und ihrer Bürger. Exportierende Unternehmen sind gute Steuerzahler, sie strahlen in die regionale Wirtschaft aus und schaffen Arbeitsplätze. Schon jetzt ist die VNG ein äußerst wichtiger Arbeitgeber in der Region: Rund 1.300 Menschen haben dort sichere Arbeit gefunden. In den ostdeutschen Bundesländern sind nicht viele eigenständige Unternehmen von der Größe, Qualität und Stabilität der VNG zu Hause. Sie müssen erst aus dem aufstrebenden Mittelstand neu heranwachsen. Die VUB sieht sich deshalb in besonderer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die VNG das bleibt, was sie heute ist: wirtschaftlich erfolgreich, eigenständig und ein Unternehmen, das sich auch für die sozialen und kulturellen Fragen in seiner Region verantwortlich fühlt.