Kommunaler Einfluss

Kommunaler Einfluss

Seit jeher engagieren sich Deutschlands Städte und Gemeinden in der Energieversorgung. Bei der Gas- und Stromversorgung hatten Kommunen von Anfang an ein hohes Interesse, ihren Einfluss auszuüben. Das erste Stadtwerk in Deutschland (Lübeck, 1887) wurde mit Beteiligung der Kommune betrieben. Auch heute sind Kommunen in Deutschland mitentscheidend für die Versorgungssicherheit mit Strom und Gas. Im Bewusstsein um die kommunale Daseinsvorsorge empfinden viele Städte und Gemeinden ihren Einfluss auf die operativen und strategischen Unternehmensentscheidungen bei Energieunternehmen als unverzichtbar.

Es waren die Kommunen selbst, die sich zu kräftigen Energieversorgern zusammenschlossen und so über Jahrzehnte bestimmenden Einfluss auf Erzeugung, Import, Handel und Preise von Energie nehmen konnten. Bundesweit folgen neuerdings dem Verkauf kommunaler Anteile an Energieunternehmen die Rekommunalisierung durch Rückkauf von Anteilen und sogar Neugründungen von Stadtwerken. Dafür gibt es gute Gründe: Die Daseinsvorsorge verbleibt in der eigenen Hand, der kommunale Einfluss ist sichergestellt, und die Gemeinde partizipiert am wirtschaftlichen Erfolg. Außerdem profitieren die regionale Wirtschaft und der Unternehmensstandort.

Bei fast allen der zehn größten deutschen Energieversorger üben Kommunen einen wichtigen oder gar prägenden Einfluss aus. Mit der EnBW AG als größtem und der VUB als zweitgrößtem Aktionär ist die VNG Teil dieser langjährigen und bewährten Tradition.